Erfahrungsbericht: Polizei NRW Auswahlverfahren gehobener Dienst

Das Auswahlverfahren der Polizei NRW bestand aus mehreren Stationen: zwei Computer-Tests, einem Assessment-Center, einem Vorstellungsgespräch und einer ärztlichen Untersuchung.

Computer-Tests

Am ersten Tag in Münster mussten wir zwei Computer-Tests bewältigen. Der erste dauerte ungefähr zwei Stunden. Wir mussten dabei zum Beispiel Wortanalogien erkennen oder Zahlenreihen bearbeiten. Es kamen auch Aufgaben zur Rechtschreibung dran und solche, bei denen wir uns etwas merken mussten.

Danach gab es ein Formalgespräch: Hier wurde ich zum Beispiel gefragt, ob ich Tätowierungen hätte oder schon einmal angeklagt worden wäre. Da ich beides verneinen konnte, war das Formalgespräch recht schnell vorüber.

Im Anschluss folgte der zweite Computer-Test, der sogenannte Wiener Test: Dabei ging es nicht um Wissen oder Ähnliches, sondern darum, möglichst schnell und sorgfältig auf Bildschirminhalte oder Tonsignale zu reagieren. Man musste sich sehr konzentrieren. Der Wiener Test war einigermaßen kurzweilig, allerdings auch sehr anstrengend.

Nachdem ich beide Tests bestanden hatte, erhielt ich erst einmal ein paar Formulare. Zum Ausfüllen und Zurückschicken hatte man zwei Wochen Zeit.

Ärztliche Untersuchung

Zwischen den Computer-Tests und dem Assessment-Center war ich zur ärztlichen Untersuchung eingeplant. Sie dauerte relativ lange, länger als ich erwartet hatte. Ich musste einen Hörtest machen, einen Sehtest, einen Lungentest und ein Belastungs-EKG. Außerdem musste ich Blut- und Urinproben abgeben und hatte ein Gespräch mit dem Arzt, der mich dann auch untersuchte.

Assessment-Center: Rollenspiel 1

Das Assessment-Center begann mit einem Rollenspiel. Mein Spielpartner war einer der Prüfer. Die Situation: Ich war sein Vorgesetzter und sollte mit ihm reden, weil er in letzter Zeit bei der Arbeit oft unaufmerksam war und Aufgaben nicht richtig erledigt hat. In fünf Minuten sollte ich das Problem klären.

Assessment-Center: Kurzvortrag

Dann hatte ich 15 Minuten Zeit, um einen Vortrag vorzubereiten. Der Vortrag selbst sollte 5 Minuten dauern. Ich musste hier und da etwas improvisieren, aber die Prüfer merkten das wohl nicht oder sie fanden es zumindest nicht negativ.

Assessment-Center: Rollenspiel 2

Weiter ging es mit dem zweiten Rollenspiel. Diesmal musste ich in relativ kurzer Zeit jede Menge E-Mails bearbeiten und Telefonate beantworten, es war ziemlich stressig. Manchmal war ich mir unsicher, was ich in welcher Reihenfolge erledigen sollte. Dann entschied ich einfach irgendwie und überlegte mir ein Argument, wie ich die Entscheidung rechtfertigen könnte.

Vorstellungsgespräch

Die nächste Station war das Vorstellungsgespräch. Ich erzählte etwas zu meiner Schullaufbahn, zu meinen Praktika und zu meiner Motivation, Polizist werden zu wollen. Außerdem fragten mich die Prüfer nach den Aufgaben und dem Aufbau der Polizei und nach dem Ablauf des Studiums. Darauf hatte ich mich natürlich vorbereitet, aber vielleicht nicht unbedingt gründlich genug. Jedenfalls hatte ich mit manchen Fakten ein paar Probleme.

Rangordnungswert

Danach sagte man mir, dass ich alle Prüfungen bestanden hätte, und nannte mir auch meine Punktzahl (Rangordnungswert). Auf der Internetseite der Polizei kann man nachschauen, auf welchem Rang man mit seinem Wert liegt. Am Anfang lag ich ziemlich weit vorne, aber als immer mehr Auswahlverfahren stattgefunden hatten, rutschte ich weiter und weiter nach hinten. Zwischendurch habe ich fast täglich meinen Rang geprüft, am Ende hat es schließlich gereicht. Aber es war schon ziemlich knapp.

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