Das Auswahlverfahren der Polizei NRW

Was verlangt die Polizei NRW im schriftlichen und im mündlichen Auswahlverfahren?

Polizei NRW: Computergestützter Test und Wiener Test

Die Polizei NRW bietet die Ausbildung im gehobenen Dienst an. Einen Sporttest gibt es im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland nicht: Deine körperliche Fitness beweist du allein durch die Vorlage des Deutschen Sportabzeichens und des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens.

Der ungefähr 2-stündige Eignungstest am PC ist dafür ziemlich anspruchsvoll: Getestet werden logisches Denken, Sprachbeherrschung, Merkfähigkeit und Konzentrationsvermögen. Dich erwarten beispielsweise Aufgaben mit Zahlenreihen, Wortanalogien oder Figurensequenzen.

Anschließend klären die Personaler der Polizei NRW in einem Formalgespräch, ob die im Bewerbungsbogen gemachten Angaben noch aktuell sind. Falls du beispielsweise ein Tattoo hast, musst du das angeben. Im Anschluss erhältst du das Ergebnis des Computertests.

Nach der Mittagspause geht es für die erfolgreichen Bewerber mit dem berüchtigten Wiener Test weiter, der Reaktionsschnelligkeit, Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeit prüft. Auch der Wiener Test wird am Computer durchgeführt, allerdings mithilfe eines speziellen Bedienpults.

Ärztliche Untersuchung und Assessment-Center bei der nordrhein-westfälischen Polizei

Die zweite und dritte Etappe des Auswahlverfahrens sind die polizeiärztliche Untersuchung und ein Assessment-Center. Die Reihenfolge kann variieren. In der mehrstündigen ärztlichen Untersuchung prüft ein Polizeiarzt deine körperliche und gesundheitliche Verfassung – und entscheidet, ob du polizeidiensttauglich bist oder nicht.

An einem anderen Tag erwartet dich das umfangreiche Assessment-Center der Polizei Nordrhein-Westfalens. Eingeplant sind unter anderem zwei Rollenspiele: Das eine ähnelt einer Postkorbübung, das andere hat die Form eines Konfliktgesprächs mit einem Kollegen in einer Streitsituation aus dem Polizeialltag. Danach hältst du – nach einer 15-minütigen Einarbeitung – einen kurzen Vortrag über ein aktuelles Alltagsthema.

Zum Abschluss des Assessment-Centers stellst du dich dem Vorstellungsgespräch mit der Auswahlkommission. Im Mittelpunkt steht deine Motivation und dein bisheriger Lebensweg. Hier kannst du punkten, wenn du gut vorbereitet bist und dich mit verschiedenen Aspekten des Polizeiberufs auskennst.

Neuer Einstiegsweg: „FOS Polizei“

Seit 2021 gibt es bei der Polizei NRW einen neuen Einstiegsweg speziell für Realschul-Abgänger: die „FOS Polizei“ („Fachoberschule für Verwaltung und Rechtspflege, Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst“). Hier erwirbst du an speziellen Berufskollegs innerhalb von zwei Jahren polizeidienstliche Fähigkeiten und Kenntnisse. Nach dem Abschluss hast du die Fachhochschulreife und bist qualifiziert für das Studium im gehobenen Polizeivollzugsdienst (Laufbahngruppe 2.1) an der Hochschule für Polizei und Verwaltung NRW.

Die Voraussetzungen: Für das „FOS Polizei“-Programm brauchst du einen mittleren Schulabschluss oder die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Außerdem solltest du zum Schulstart nicht älter sein als 34 Jahre.


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